Frühlingswanderungen in Niederösterreich

Foto: Carnuntum / Okolicsányi Zoltán
Text: Niederösterreich-Werbung /presse
Wanderwege an der Donau mit reicher Geschichte
Die Region Carnuntum präsentiert sich mit den 70 km langen Wanderwegen der VIA.CARNUNTUM. als ideales Familien-Wandergebiet. Die fünf Etappen in der Kategorie „leicht“ bis „mittelschwer“ sind zwischen 5 und 12 km lang, ohne höhere Anstiege und mit dem Kinderwagen befahrbar. Die kostenlose WebApp „Wanderwege Region Carnuntum“ erzählt Interessierten von geschichtsträchtigen Ereignissen, die jede Wanderung zu einem spannenden Ereignis werden lassen, das in Erinnerung bleibt.

Foto: Carnuntum / Okolicsányi Zoltán
Die Destination Donau Niederösterreich bietet auch außerhalb der Marillenblütezeit jede Menge spektakuläre Ansichten. Die architektonisch-künstlerische Aussichtswarte am Seekopf auf der Etappe 11 des Welterbesteigs bietet einen atemberaubenden Weitblick auf die Wachau, Stift Göttweig und das Alpenvorland. Sie wurde vom Designer Klemens Schillinger und der Architektin Eldine Heep entworfen und ist in ihrer Form den Wachauer Weinterrassen nachempfunden.
Weißes Blütenmeer entlang der Moststraße
Etwa 120.000 Birnbäume verwandeln das westliche Mostviertel alljährlich in ein weißes Blütenmeer entlang der Moststraße. Die Vollblüte wird für Mitte April erwartet. Beobachten lässt sich das Wachstum der Knospen bereits aus der Ferne mit der Birnbaum-Webcam. Der Höhepunkt des Mostfrühlings ist der berühmte Tag des Mostes, der heuer am Sonntag, den 19. April stattfindet. Jahr für Jahr lockt er mit zahlreichen Mostverkostungen und Veranstaltungen viele Besucherinnen und Besucher ins Mostviertel. Ein Oldtimerbus bringt diese bei der Hop on Hop off Tour von einem Highlight zum nächsten.

Foto: Mostviertel Tourismus / Weinfranz
Am besten wird die blühende Landschaft jedoch im Rahmen einer gemütlichen Wanderung genossen – und dafür gibt es einige aussichtsreiche Geheimtipps.
Ein besonderer Augenschmaus um diese Jahreszeit ist die Sunnseitn Runde bei Sonntagberg am Panoramahöhenweg. Wie der Name schon sagt, bietet die rund 3,5 km lange Tour einen herrlichen Ausblick in die Voralpen. In der Nähe befindet sich die berühmte Basilika am Sonntagberg, einer der imposantesten Wallfahrts- und Pilgerorte Mitteleuropas. Ebenso spektakulär zur Mostbaumblüte ist beispielsweise der rund 6,5 km lange Karl Lammerhuber-Blick-Weg von Biberbach bis zum „Karl-Lammerhuber-Blick“ oder der Voralpenblick-Wanderweg in Ertl.
Den Geschmack des Waldviertels erwandern
Um den Weinfrühling im Kamptal mit allen Sinnen zu erleben, sind die beiden Rundwanderwege Weinweg Langenlois und Winzerdorfweg Gobelsburg eine gute Wahl. Von April bis Oktober findet dort die Weingartenschank statt, an dem jedes Wochenende verschiedene Weingüter ihre edlen Tropfen ausschenken. Der im Jahr 2023 eröffnete Winzerdorfweg Gobelsburg führt ausgehend von Langenlois durch Kellergassen, Hohlwege, Weingärten, vorbei an der Hiatahütte in das idyllische Gobelsburg, das auf eine 1.000-jährige Weinbaugeschichte zurückblickt.

Fotó: Haus Ursin Waldviertel Tourismus / Gerhard Wasserbauer
Zum Geschmack des Waldviertels gehört neben dem Wein seit mehreren 1.000 Jahren aber auch das Waldviertler Kriecherl mit dazu. Vor allem in den letzten Jahren wurde das gelbe Kriecherl mit seinem besonderen Aroma, das in dieser Form nur mehr im Waldviertel zu finden ist, wieder verstärkt zu regionalen Produkten wie Marmeladen, Destillaten oder Sirupen verarbeitet. Um nicht nur die hergestellten Produkte, sondern auch die Blüte der Kriecherl im April zu erleben, begibt man sich am besten auf die Etappe 6 des Waldviertler Lebenswegs von Kirchschlag über Kottes nach Els. In Kottes lohnt sich ein Abstecher zur Destillerie Weidenauer, wo man die Produkte rund ums Kriecherl auch gleich verkosten kann. Der Kriecherl Sprizz ist eine Klasse für sich – er wurde heuer sogar mit der „Goldenen Birne“ ausgezeichnet.
Wer sich das Frühlingserwachen lieber von oben ansieht, wandert auf dem zertifizierten Nebelstein Erlebnis-Wanderweg ausgehend von Hirschenwies auf einer elf Kilometer langen Rundtour von einer Erlebnisstation zur nächsten.
Wanderlust und Weltkultur in den Wiener Alpen in Niederösterreich
Die Wiener Alpen in Niederösterreich locken mit modernen Aussichtsplattformen und spektakulären Aussichtswarten. Allen voran und ein absolutes „Must-see“ auf dem Bahnwanderweg von Semmering nach Breitenstein ist der bekannte „20-Schilling-Blick“, der einst auf dem 20-Schilling Schein zu finden war. Zuvor erreicht man auf 919 m Seehöhe die Doppelreiter Aussichtswarte auf dem Wolfsbergkogel, die ebenso einen spektakulären Ausblick auf das UNESCO-Weltkulturerbe Semmeringbahn gewährt. Die Strecke ist übrigens auch für Familien mit Kindern sowie für Genusswanderungen geeignet.

Foto: Semmeringbahnwanderweg Wieneralpen / Nicole Seiser
Für einen entspannten Start in die Wanderung empfiehlt sich die Anreise mit der historischen Südbahn oder alternativ mit dem RUFbus Semmering-Rax, der über mehr als 160 Haltestellen verfügt. Wer gerne noch tiefer in die Welt des UNESCO-Welterbes Semmeringeisenbahn eintauchen möchte, bekommt beim Angebot Bahnwandern am Semmering mit zwei Übernachtungen viele verschiedene Wanderrouten Vorschläge, einen Wanderwegfolder und eine Wanderjause mit dazu.
Zu Niederösterreichs bekanntesten Aussichtspunkten zählt auch der Skywalk Hohe Wand mit Weitblick über das Wiener Becken. Die Rundwanderung durch den Naturpark Hohe Wand, die sowohl zum Skywalk als auch am Tiergehege vorbeiführt, ist vor allem bei den Kleinsten beliebt. Schritt für Schritt warten neue Erlebnisse, die für Begeisterung sorgen.
Genussvoll und gelassen durchs Weinviertel
Im April und Mai verwandeln die Rapsfelder die Region rund um Asparn an der Zaya in ein sonnengelbes Blütenmeer. Sie blühen für circa vier Wochen und stellen in der sanft hügeligen Landschaft ein beliebtes Fotomotiv dar. Die Wandertour „Steppenrasen mit Aussicht“ in Oberleis hält, was sie verspricht. Bereits nach nur 10 Minuten erreicht man die Aussichtswarte Oberleiserberg im Naturpark Leiser Berge. Bei gutem Wetter reicht die Sicht bis zum Schneeberg und Ötscher.
Noch bis Ende Mai ist für alle Weinliebhaberinnen und -liebhaber Zeit, um im Weinviertel „In die Grean zu gehen“. Bei einem Spaziergang mit dem Winzer oder der Winzerin durch die Weingärten steht neben dem traditionellen Brauchtum vor allem der Genuss im Vordergrund. Einige Gastgeberinnen und Gastgeber, wie Sylvia Haimer vom Genießerhof Haimer, haben neben der Riedenwanderung, Weinverkostung, Winzerjause und Traktorfahrt auch noch das passende Übernachtungsangebot parat.

Foto: Haus Ursin Waldviertel Tourismus / Studio Kerschbaum
Wer die idyllischen Weinberge des Weinviertels lieber auf eigene Faust erkunden möchte, dem sei der Weinwanderweg Retz empfohlen. Hier geht es immer den Reben nach entlang vieler Sehenswürdigkeiten wie der Windmühle, dem Retzer Erlebniskeller oder dem Fahrradmuseum.
Wandern „von Turm zu Turm“ im Wienerwald
In rund 27 km können die Türme des Wienerwaldes erwandert werden. Alle acht Aussichtswarten, wie die Burgruine Mödling, der Husarentempel oder die Theresienwarte, erzählen ihre eigene Geschichte. Die insgesamt 1.150 Höhenmeter können auf einmal oder in drei Etappen bewältigt werden. Entlang des Weges befinden sich viele Einkehr- und Nächtigungsmöglichkeiten, um die Wandertour mit einem Kurzurlaub zu verbinden.

Foto: WNK_Seekopf Aussichtswarte / Robert Herbst
Der 716 m hohe Peilstein im Wienerwald hat sich vor allem bei Kletterern einen Namen gemacht. Der Erlebnisweg zählt zu den Top-Wandertipps im Wienerwald. Speziell für Familien mit Kindern bietet der 5,5 km lange Weg spannende Einblicke in das Thema Klettern
