Mit Bahn und Wanderschuhen durch Niederösterreich

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Text: Niederösterreich-Werbung GmbH
Wiener Alpen: Unterwegs auf historischen Pfaden
Fünf Tourenmöglichkeiten, sieben Bahnhöfe zum Ein- und Aussteigen und rund 20 Kilometer zwischen Semmering und Payerbach machen das Bahnwandern am Semmering besonders flexibel. Die Mitte des 19. Jahrhunderts errichtete Semmeringeisenbahn überwindet fast 460 Höhenmeter, führt über mehr als 100 Brücken, 16 Viadukte und durch 15 Tunnels. Einst technische Meisterleistung, lässt sich das UNESCO-Welterbe Semmeringeisenbahn heute sowohl bei der Fahrt als auch zu Fuß entdecken.
Die Landschaft rund um Semmering und Rax beeindruckt entlang verschiedener Wanderrouten – vorbei an ausgedehnten Wäldern, historischen Bauten und Villen. Besondere Ausblicke eröffnen sich etwa vom „20-Schilling-Blick“, von der Doppelreiterwarte oder der Weinzettlwand. Neben dem klassischen Bahnwanderweg von Semmering nach Payerbach führen auch Wege auf die steirische Seite des Berges. Wer in der Gegend noch mehr unternehmen möchte, kann tagsüber den RUFbus Semmering-Rax nutzen, der mehr als 160 Haltepunkte anfährt und auch als Wander-Shuttle eingesetzt werden kann. Eine frühzeitige Buchung wird empfohlen.
Unter dem Motto „Wanderlust & Weltkultur“ kann man auch drei abwechslungsreiche Wandertage in der Region des UNESCO-Welterbes Semmeringeisenbahn verbringen und in einem ausgewählten Hotel übernachten. Zur Auswahl stehen beispielsweise der Payerbacherhof (Payerbach), das Hotel Belvedere (Semmering) oder das Sporthotel Semmering.
Aktueller Hinweis: Aufgrund eines Hangrutsches ist der Abschnitt zwischen den Bahnhöfen Semmering und Wolfsbergkogel derzeit gesperrt und der Wanderweg wird über die Südbahnstraße umgeleitet. Diese attraktive Ausweichroute führt am Südbahnhotel und den Villen am Semmering vorbei. Der Aussichtspunkt „20-Schilling-Blick“ ist davon nicht betroffen.

Weinviertel: Mit dem Erlebniszug in die Leiser Berge
Wer aus Wien kommt, kann in Meidling oder vier weiteren Bahnhöfen den Erlebniszug in die Leiser Berge besteigen. Jeden ersten Samstag im Monat bringt er seine Fahrgäste ins Weinviertel – eine rechtzeitige Reservierung empfiehlt sich, denn die Plätze sind oft rasch ausgebucht.
Ab dem Bahnhof Ernstbrunn geht es mit dem Naturparkbus weiter in den Naturpark Leiser Berge. Dort prägen Weideflächen, Trockenrasen, kleine Wälder und Wacholderheiden die jahrhundertealte Kulturlandschaft. Auch die Tier- und Pflanzenwelt ist bemerkenswert: Fast die Hälfte aller in Österreich vorkommenden Vogelarten wurde hier bereits beobachtet.
Zu Fuß führen die Wege auf die plateauartigen Wald- und Heideberge, etwa auf den Buschberg mit der am niedrigsten gelegenen Alpenvereinshütte Österreichs oder auf den Oberleiser Berg. Entlang der Strecke des Naturparkbusses liegen außerdem mehrere Ausflugsziele: die Fossilienwelt Weinviertel in Stetten, der Aussichtsturm Oberleis und das MAMUZ Schloss Asparn an der Zaya. Eine Fahrt mit dem Erlebniszug sowie die genannten Ausflugsziele sind mit der Niederösterreich-CARD kostenlos. Für weitere Abwechslung sorgen eine Fahrt mit der Weinviertel Draisine oder ein Besuch im Wildpark Ernstbrunn mit Wölfen und Forschungsstation sowie Gämsen, Steinböcken, Hirschen und Wildschweinen.
Wer länger in der Region bleiben möchte, kann beispielsweise im Ökologischen Gästehaus Luger oder in der Ferienwohnung Engelbrecht direkt in Ernstbrunn übernachten. Unter dem Motto „Träumen unter Bäumen“ lässt sich auch in Kreuzstetten eine Nacht verbringen – verbunden etwa mit einem Besuch im Ochys Waldfreizeitpark zum Klettern, Spielen und Geschicklichkeitstraining.
Ein weiteres Bahnerlebnis bietet der Reblaus-Express: Der nostalgische Wein- und Genusszug fährt auf 40 Kilometern durch Retzer Weingärten, Hügel, Wiesen und Wälder. Im Heurigenwaggon können sich Fahrgäste für Wanderungen stärken, auch Fahrräder werden mitgenommen. Kulinarisch wird die Fahrt bei den Genussfahrten im „Reblaus Royale“ mit 4-Gang-Menü und Weinbegleitung – rasch ausgebucht!

Wachaubahn © NB, Schwarz-König
Waldviertel: Mit der Bahn zu Granit, Natur und Nostalgie
Mit historischen Dampf- oder Dieselloks durch Wälder, vorbei an Granitblöcken und malerischen Dörfern des Oberen Waldviertels geht es mit der Waldviertelbahn, die Groß Gerungs mit Litschau, der nördlichsten Stadtgemeinde Österreichs, verbindet. Einsteigen kann man bereits bequem in Wien, unterwegs sorgt eine Rätselralley für Kinder für Abwechslung. Dazu kommen zahlreiche Themenfahrten – von Schrammelklangmusik über kulinarische Fahrten mit Mohn-, Schafkäse- oder Erdäpfelspezialitäten bis zur Alpakawanderung.
In Litschau angekommen, geht es zu Fuß weiter: Der Höllgraben führt durch ein romantisches Flusstal mit Wasserfällen, Granitformationen und Wäldern. Auch ein Spaziergang zum Herrensee bietet sich an. Mit der Niederösterreich-CARD ist der Eintritt ins Strandbad beziehungsweise ab 5. Oktober auch ins Relax-Hallenbad kostenlos. Wer länger bleiben möchte, findet mit dem Theater- und Feriendorf Königsleitn eine Übernachtungsmöglichkeit direkt in der Region.
Auch rund um Gmünd lassen sich Bahn und Naturerlebnis gut verbinden. Vom Bahnhof geht es in den Naturpark Blockheide mit Wiesen, Weiden, Wäldern, Bächen, Waldteichen und den für das Waldviertel charakteristischen Granitblöcken. Lohnend sind auch Tagesetappen am grenzüberschreitenden Weitwanderweg entlang der Lainsitz, der von der Lainsitzquelle in Karlstift bis ins tschechische Chlum führt und Aussichtswarten, Naturlehrpfade, historische Städte und mittelalterliche Schlösser miteinander verbindet.
Nach einem aktiven Tag bietet sich Entspannung in der Sole Felsen Welt Gmünd an. Das angeschlossene Hotel zählt zu den Selected Stays Niederösterreich. Sowohl der Eintritt in die Sole Felsen Welt als auch in den Naturpark Blockheide ist mit der Niederösterreich-CARD kostenlos.
Aktueller Hinweis: Auf der Franz-Josefs-Bahn besteht derzeit aufgrund von Bauarbeiten Schienenersatzverkehr zwischen Klosterneuburg und Tulln.

Wachaubahn © NB, Schwarz-König
Im Mostviertel: Mit der Erlebnisbahn durch Wälder und Schluchten
Von St. Pölten führt die Mariazellerbahn durch das Pielachtal, vorbei am Naturpark Ötscher-Tormäuer bis ins steirische Mariazell. Mit rund 85 Kilometern ist sie die längste Schmalspurbahn Österreichs. Im gläsernen Panoramawagen der Himmelstreppe können die Fahrgäste Aussichten und Kulinarik gleichzeitig genießen. Besonders für Familien ist auch eine Fahrt mit dem Erlebniszug Ötscherbär ein Erlebnis: Mit der Niederösterreich-CARD ist eine einfache Fahrt zwischen St. Pölten und Mariazell kostenlos.
Wer in Wienerbruck aussteigt, gelangt fußläufig zum Naturparkzentrum Ötscher-Basis. Von hier starten Wanderungen in die Ötschergräben, auch „Grand Canyon Österreichs“ genannt. Das Schaukraftwerk Wienerbruck am Stierwaschboden, der Mirafall oder der Erlaufstausee sind ebenfalls von hier aus erreichbar. Besonders praktisch für Wandernde: Insgesamt sechs Haltestellen im Naturpark ermöglichen Touren ohne Auto. So führt etwa die Gösingrunde vom Bahnhof Gösing durch die Hinteren Tormäuer zum Lassingfall und weiter nach Wienerbruck, von wo aus es mit der Mariazellerbahn wieder zurückgeht.
Zum Übernachten bieten sich das „Ferienhaus am See“ oder „Urlaub am Bahnhof“ in Wienerbruck an - beides Selected Stays-Betriebe. Eine weitere Möglichkeit ist das Schutzhaus Vorderötscher.
Auch kulinarisch wird die Bahnstrecke zum Erlebnis: Bereits am 25. September verbinden die Mostviertler Feldversuche eine Fahrt mit der Mariazellerbahn mit einem besonderen Genussprogramm. Mit Start im Betriebszentrum Laubenbachmühle und einem Gruß aus der Küche sowie einigen „flüssigen“ Feldversuchen werden schließlich in Wienerbruck fünf weitere Gänge in der Ötscherbasis serviert.

Wandern in Niederösterreich NLK Khittl
Donau Niederösterreich: Am Weitwanderweg durch das Welterbe
Weinterrassen, schroffe Felswände und die Donau prägen die Kulturlandschaft der Wachau, die seit dem Jahr 2000 zum UNESCO-Welterbe zählt. Einen besonderen Blick darauf eröffnet die Wachaubahn: Sie verbindet Krems mit Emmersdorf gegenüber von Melk und verläuft abschnittsweise in erhöhter Lage – mit entsprechend weiten Ausblicken auf die Landschaft.
Diese Panoramen kann man aber auch bei einer Tour am Welterbesteig Wachau genießen. Auf 180 km führt der Weitwanderweg mit 14 Etappen durch uralte Kulturlandschaften mit Weingärten, Wäldern, Trockenrasen, malerischen Dörfern – auf Wunsch auch mit Gepäcktransport oder Transfer mit Fähre von einem Donauufer zum anderen.
Wer in Krems startet, kann gleich die erste Etappe nach Dürnstein in Angriff nehmen: Der Weg führt durch historische Stadtviertel, Kellergassen und die charakteristischen Steinterrassen-Weinlandschaften – immer wieder begleitet vom Blick auf die Donau.
Am Ziel der Etappe bieten sich die Ruine Dürnstein oder das Stift Dürnstein für einen Besuch an. Auch Krems selbst verbindet Bewegung mit Kultur: Kunsthalle Krems, Karikaturmuseum Krems und Landesgalerie Niederösterreich können mit der Niederösterreich-CARD jeweils einmal kostenlos besucht werden.
Wer aus der Tour einen Kurzurlaub machen möchte, kann beispielsweise im arte Hotel Krems oder im Steigenberger Hotel & Spa Krems übernachten. Beide Häuser zählen zu den handverlesenen Selected Stays Niederösterreich.

Waldviertelbahn- Waldviertel Tourismus Franz Kuben
Wienerwald: Vom Bahnhof direkt ins Grüne
Wer schattige Wälder, erholsame Wanderungen und eine entspannte Anreise mit der Bahn schätzt, findet im Wienerwald zahlreiche Möglichkeiten. Besonders im Triestingtal lassen sich Bahnfahren, Bewegung und Kultur gut miteinander verbinden. Vom Bahnhof Berndorf führt etwa eine gemütliche Rundtour durch die Stadt und ihre Geschichte – vorbei an Arbeitersiedlungen, Villen, Schulen und Fabriksbauten aus der Zeit der Familie Krupp.
Einen vertiefenden Einblick bieten ein Museum und die Berndorfer Stilklassen mit zwölf in unterschiedlichen Baustilen gestalteten Schulklassen. Der Eintritt ist mit der Niederösterreich-CARD kostenlos. Wer den Tag kulturell ausklingen lassen möchte, kann am Abend noch das Stadttheater Berndorf besuchen.
Auch für längere Touren gibt es passende Ausgangspunkte: Vom Bahnhof Hirtenberg startet die Große Guglzipfrunde mit dem namensgebenden Aussichtsturm. Die Route bietet weite Ausblicke, Naturerlebnisse und überwiegend sanfte An- und Abstiege. Die Große Peilsteinrunde führt wiederum vom Bahnhof Weissenbach an der Triesting durch den ehemaligen Sommerfrischeort bis zum Peilstein.
Auch westlich von Wien liegen gut erreichbare Wanderziele: Über Purkersdorf führt der Panoramaweg zum Troppberg, durch einen Teil des Biosphärenparks Wienerwald und weiter zur Aussichtswarte. Kürzere und längere Wege bietet außerdem der Naturpark Purkersdorf, der mit Spielplätzen, Kinderstationen und Wildgehege auch für Familien ein abwechslungsreiches Ausflugsziel ist.
Weitere Informationen: niederoesterreich.at
